KellerSprinter — eCycling & eRacing

Über kellersprinter.de

Vom schmerzhaften Indoor-Training zum authentischen Fahrgefühl.

Die Geschichte von KellerSprinter ist eigentlich die Suche nach dem perfekten Indoor Ride. Wer heute stundenlang schmerzfrei auf dem Smarttrainer sitzt, vergisst schnell, wie unkomfortabel die Anfänge des Direct-Drive-Trainings waren. Hier ist die Kurzfassung, wie aus einem Rückenproblem ein Open-Source-Projekt wurde.

Die Evolution der Rockerplate

2017: Der rauchende Trainer und ein starrer Neuanfang

Nachdem ich meinen alten BKool Wheel-on-Trainer sprichwörtlich zum Rauchen gebracht hatte, musste ein Upgrade her: mein erster Direct-Drive-Smarttrainer, der Wahoo Kickr v3. Die Ernüchterung folgte sofort. Da das Hinterrad ausgebaut und der Rahmen fest eingespannt war, ging jegliche natürliche Federung verloren. Die ersten Fahrten waren eine Qual für den ganzen Körper. Der teure Neuling stand kurz vor dem Rauswurf.

Der Kampf um Komfort: Von Schaumstoff bis zur Mechanik

Um das starre Setup zu dämpfen, stapelte ich zunächst Schaumstoffmatten unter die Füße des Kickr. Das brachte Linderung für Fahrten über eine Stunde, aber je höher der Stapel, desto schwammiger und unkontrollierbarer wurde das Fahrgefühl.

Der Community-Durchbruch

In US-Facebook-Foren fand ich Gleichgesinnte. Durch den intensiven Austausch entstand ein neues Grundkonstrukt: Trainer und Rad kommen auf eine feste Platte, darunter sitzt eine Mechanik für die Links-Rechts-Rotation. Die Optimierung der Dämpfung wurde zur Obsession – von verschiedenen Schaumstoffen über Tennisbälle bis hin zu Luftkissen, bis schließlich Luftbälle das absolute Setup-Optimum brachten. Das SprintBoard war geboren.

Die Eskalation: Der KellerSprinter Showroom & Experience Center

Aus dem Bastelprojekt für den Freundeskreis wurde schnell mehr. Als bekannte YouTuber das SprintBoard testeten, explodierte das Interesse. Das Hobby wuchs sich zu einem echten Projekt aus: Es entstand ein Showroom und Experience Center für eCycling und eRacing in Speyer. Hier standen nicht nur nahezu alle relevanten Smarttrainer-Marken des Marktes zum Testen bereit – ich bot die Trainer und das komplette Indoor-Cycling-Zubehör auch direkt an.

Das SprintBoard selbst schlug Wellen weit über den Hobby-Bereich hinaus. Egal ob in der kompakten S- oder der großen XL-Version: Die Nachfrage war enorm. Von eCycling-Anfängern bis hin zu Radprofis, die heute noch auf der UCI World Tour fahren, trainierten gefühlt alle auf unseren Platten. In der Szene wurde der Name zum Gattungsbegriff: Wie „Tempo” für Taschentücher stand „SprintBoard” plötzlich als Synonym für die Rockerplate an sich. Durch dieses Netzwerk und das Feedback aus tausenden Trainingsstunden konnten wir das Setup bis ins letzte Detail perfektionieren.

2022: Das Ende des Hardware-Verkaufs

Das kommerzielle Kapitel ist Geschichte. Der Verkauf von Smarttrainern, Indoor-Zubehör, DIY-Kits und fertigen SprintBoards wurde komplett eingestellt. KellerSprinter ist heute wieder genau das, was es ganz am Anfang war: ein reines Freizeit-Hobby ohne jegliche finanzielle Absicht.

Heute: Freies Wissen für die Community

Die Leidenschaft für eCycling ist geblieben, und das gesammelte Wissen aus den Showroom-Jahren teile ich hier mit der Community – völlig kostenlos und werbefrei.

Hol dir den Bauplan, fahr in den Baumarkt und hol dir das authentische Fahrgefühl von draußen direkt auf deinen Indoortrainer. Und wenn dein Setup fertig ist: Ich freue mich immer über ein Foto für die Eigenbaugalerie!

Ride On,
Rüdiger